4. November 2009

La Gomera auf und nieder - 3.11.09

Standort:         San Sebastian de La Gomera
Luft.                 25 °              -                 sonnig
 
 
Heute ist der Mietwagen dran: erst mal schaun, wer das vernünftige Angebot von gestern noch aufrecht erhält, denn wir wollen einen mit SuperCDW (d.h. keine Selbstbeteiligung im Schadensfall) und bekommen einen bei Hertz. Los geht`s! Ab in die Berge! La Gomera ist fast rund mit einem Berg in der Mitte und vielen Tälern. Alle Täler sind vom Berg aus erreichbar. Nicht anders! Das macht die Sache einfach: Berg rauf aus dem Tal, Berg runter ins ausgewählte nächste Tal und wieder Berg rauf und dann wieder neu entscheiden. So macht unser kleiner Wagen mit uns heute mehrere HöhenKilometer, denn der Berg in der Mitte ist deutlich über 1000 m hoch. Aber das macht uns wenig aus, denn unten ist es öd und trist und es gibt kaum Vegetation und oben beginnt dann die Baumzone mit einem irren Urwald und plötzlichen Änderungen, die wir kaum glauben können: eben standen hier noch Palmen und Kakteen  und um die nächste Kurve (nur eine) keine Palmen mehr und keine Kakteen mehr, dafür aber kanarische Pinien und Lorbeerwald. Toll!! Wir erkunden das Tal, das uns bis Playa Santiago führt und das Valle Gran Rey mit dem gleichnamigen Ort. Hier scheinen "ausnahmslos" alle Wanderer unserer Nationalität und auf der Promenade spricht man deutsch. Jedenfalls die Touristen. Im Valle Gran Rey sehen wir unendlich viele Palmen (auch bis ganz nach unten), von denen wir nicht wissen, ob sie hier wild wachsen, und ein wahres Mee(h)r an anderen grünen Pflanzen, das uns überrascht. Wieder oben im Urwald besuchen wir das Visitors-Center und wandern auf ausgebauten Wegen durch den Wald. Das spezielle Klima hier ermöglicht es auch dem Moos, sich auf den Stämmen der Bäume nieder zu lassen und so wirkt alles grün überzogen und ein bisschen irreal. Toll, dass wir diesen Ort verlassen hatten, als es Mittag war und so viele Busse den Parkplatz versperrten und noch besser, dass wir hier am späten Nachmittag völlig alleine durch den Wald stapfen konnten!! Abends wieder in San Sebastian nach 140 km haben wir uns mit anderen Seglern des TransOcean getroffen und Erfahrungen "ausgetauscht". Tausch mal mit einem (Rotarier), der schon 2 mal um die Welt gesegelt ist und nun so seit 15 Jahren unterwegs ist (am Anfang mit Unterbrechungen zum Arbeiten zu Hause) und jetzt in die Heimat verholt, weil er das Alter von 75 Jahren erreicht hat!!!!