11. Februar 2011

Verlaengerung im Paradies - 10.02.2011

Vor Anker vor Banedup / East Lemmon Cays / Kuna Yala
Etappe: - sm insgesamt
Wind: um 10 kn aus NO
Luft: 30 Grad Sonne pur
Wasser: 29 Grad

Verlängerung: es ist immer noch so schön und darum habe ich beschlossen, noch einen Tag länger hier zu verweilen, denn ich möchte auf noch eine der Inseln hier und heute viel lesen und den Tag in vollen Zügen genießen. Tatsächlich wird es auch genau so und das Baden gehört genau so dazu, wie das neuerliche Kontrollieren des Ankers, der sich kein Stück bewegt hat. Rein ins Dinghi, der Motor springt nun immer beim ersten Mal an (!!) und auf eine der Inseln auf der BackbordSeite. Wieder ist die Insel in wenigen Minuten zu Fuß umrundet, wobei ich eine Bank mit Tisch finde, die Kamera an ein Palmenblatt hänge und 10 Sekunden Zeit habe, Platz zu nehmen: heute mal eine "Postkarte" von mir mit der NachbarInsel im Hintergrund - 1 Dollar gespart!! Zurück geht es an Bord, um das Vorschiff zu putzen, denn hier hat das Dinghi über 6 Wochen über Kopf gelegen und daruntersieht es entsprechend aus!! Doch die Frage des Tages bleibt nach einem frischen Salat im CrepesTeig (aus der Tüte): Was gibt es denn mal Leckeres zum Abend?? Das FrischFleisch ist na klar längst verdaut und so könnte mal eine der Dosen mit Rouladen dran sein, vielleicht Nudeln oder Kartoffeln dazu und grüne Bohnen?? Selbstgemachte Pizza wär na klar auch mal eine Alternative oder mal wieder eine Quiche?? Das sind doch auf jeden Fall mal paradiesische Alternativen, von denen es vor der Tür ebenso viele gibt....

10. Februar 2011

soo schoen!! - 09.02.2011

Vor Anker vor Isla Elefante / West Lemmon Cays / Kuna Yala
und vor Banedup / East Lemmon Cays
Etappe: 7 sm insgesamt
Wind: 5 - 10 kn aus NO
Luft: 30 Grad Sonne pur
Wasser: 29 Grad (gefühlt: mindestens!)

Die Nacht ist wie erwartet unruhig und ich schlafe im Salon - im Standby - immer mal wieder 1 Stunde. Doch heute will ich mir die Isla Elefante in den West Lemmon Cays ( 5 Inseln) ansehen und breche früh um 9.00 auf, denn ich fürchte danach geht es gleich wieder weiter. Und richtig: ich passiere wie vorgesehen die Einfahrt von Süden und bin plötzlich, aber nicht unerwartet, auf 2,5 m Tiefe...... ohhhh ist das wenig - aber nur ein kleines Stück, bevor es wieder auf 15 m fällt!! Eng ist es hier und ich ankere auf 10 m und gebe 50 m Kette im 2. Versuch. Im wesentlichen besteht eine der Inseln aus einer Bar mit InternetAnschluß und für KunaVerhältnisse teueren Getränken: Cola und Bier 1,5 US Dollar. Ich will eh nur gucken und dann weiter auf die "SY Momo" aus Karlsruhe, die auch hier liegt: an Bord geht es um die weitere Planung des Weges, denn auch sie wollen Richtung Europa! Der Außenborder funktioniert wie toll!! Danke Wayne!! Wie befürchtet: das ist nicht meine Ecke hier - hier ist mehr Büsum als Kronprinzenkoog! Draußen ist es schöner und einsamer!! Ich gehe wieder Anker auf und wieder in die East Lemmons und diesmal zwischen einige Inseln, von denen sogar eine BANEDUP (Dup=Insel) heißt. Herzliche Grüße an Bane!! Toll ist es hier wieder: schön, sooo schön, einfach nur schön!! Der Anker fällt auf 5 m - bei 30 m Kette - hält und ich erfülle gerne meine Pflicht: zack über Bord, Flossen an und Brille auf: Anker gucken! Der sitzt und hält!! Wieder an Bord spare ich mir das Abtrocknen: 2 Minuten warten und alles ist wieder trocken. Übrigens: mein TeakCockpit musste ich heute 2 x mit Wasser spülen, damit ich da überhaupt barfuss stehen konnte - so heiß! Was für ein Ausblick: um mich 5 kleine Inseln mit Palmen und weißen Stränden. Der Hammer!! Auch, wenn ich alleine bin und es zu zweit sicher viel mehr Spaß bringt: diese InselWelt ist wirklich einmalig schön!! Super, dass ich hier sein darf! Danke an meine Frau, die Kinder und die ganze Familie, dass wenigstens ich das hier sehen und erleben darf!!!!! Zu Hause gibt es dann auch ganz viele Bilder!! Warmes BadewannenSegeln, ohne Segel, denn auf den kurzen Strecken bislang (längstes Stück geradeaus: 1,3 sm heute - sonst weniger) lasse ich die Schoten Schoten sein und produziere eben Strom! Ich bringe langsam Verständnis für die auf, die hier seit vielen Jahren hin und her segeln und nicht mehr weiter wollen, weil sie sich sagen: wo kann es noch schöner werden?? Schön, sooo schön, einfach nur schön!!
Gerade komme ich vom InselRundgang zurück und habe zum ersten Mal 1 US Dollar für ein Foto gezahlt: Kunas haben entdeckt, dass Postkarten von ihnen in PanamaCity für 1 Dollar verkauft werden und so haben sie ihren Tarif gefunden!! Meine "Postkarte": KunaFrau mit goldenem Nasenring und Molas.

molas

9. Februar 2011

Lehrgang - 08.02.2011

Vor Anker vor Dog Island / Lemmon Cays / Kuna Yala
Etappe: 4 sm
Wind: 0 - 10 kn aus ??
Luft: 30 Grad Sonne pur
Wasser: 29 Grad

2. Versuch, denn eben ist der PC mangels Strom einfach ausgegangen:

Heute weiß ich nun, dass die "Sunshine" mit Wayne, dem SchiffsIngenieur, und Debbie vor Dog Islang ankern will. Gestern schon hatten wir über Funk den Außenborder als Thema und ich will nicht zu spät da sein: 9.00 geht es Anker auf und bei ganz langsamer Fahrt zwischen den Untiefen und Riffen bin ich sicher um 9.55 Uhr vor Anker vor Dog Island. Hier liegt auch ein Schiffswrack aus den 1950ern und es heißt: ein Tummelplatz für Fische aller Art: also los: schnorcheln!! Heute haben sie aber einen gemeinsamen Ausflug als ich ankomme. Nur wenig Fische sind noch da. Dog Island ist sicher ein Unikum hier: die sauber geharkte kleine Insel (100 Palmen) mit perfektem Sandstrand ringsherum, auf der auch 2 KunaTouristenStände sind, kostet sogar Eintritt: 2 US Dollar pro Nase (Schwimmer wie ich ausgenommen, denn sie bleiben nicht lange!) - und heute kommen auf dem Schiffswege ca. 15 Touristen, legen sich in die pralle TropenSonne kurz vor dem Äquator oder baden ohne T-Shirt und Mütze ....... aber zum Glück werden sie nach ca. 3 Stunden wieder abgeholt!! Es ist derweil 13.00 Uhr - 14 Uhr - 15 Uhr - und da kommt ein kleiner Segler: die Sunshine! 30 Fuß lang mit 1 Paar Besatzung und seit 3 Wochen: 1 Paar zahlender Besuch! "Wie geht das denn??" möchte ich wissen. - "Gar nicht!" verrät mir anschließend Wayne. Die Gäste haben 1 Woche gebucht und dann 2 x verlängert. Alles ist aufgebraucht, sie hangeln sich von Mahlzeit zu Mahlzeit durch und Getränke sind schon einige Zeit "short" - aber den Gästen gefällt es. Wayne ist froh, bei mir an Bord "allein" zu schrauben, freut sich über 2 Bier und sagt mir, bevor er überhaupt anfängt, wo das Problem steckt! Im Vergaser! Wasser wird da drin sein, denn das haben hier zur Zeit alle! ALLE!! Und in den Leitungen auch! "Normal - völlig normal!" sagt er und fängt an..... Und siehe da: im Vergaser ist mehr Wasser als Sprit und in den Zuleitungen auch...... Wie das da rein kommt, weiß keiner, außer dass wir viel Regen mit 100 % Luftfeuchtigkeit hatten und dann passiert es eben irgendwie... Nun gut, es ist geschafft und dann doch zu spät, um diesen Platz zu verlassen, der eigentlich gar kein so guter Ankerplatz ist: Steine, Korallen und Sand in kurzen Flecken sind kein guter Ankergrund und es schaukelt erheblich: Schwell steht hier!! Diesmal ist aber hinter mir so richtig reichlich Platz, falls der Anker........ Aber was soll´s: der Motor läuft wieder und ich habe nun den fehlenden Lehrgang "mein kleiner 4-ZylinderMotor und ich" auch hinter mir. Und das in meinem Alter ..... kiecher..... (Lese ich etwa zu viele Romane aus Mennys Himmelreich?? Sicher!!)

8. Februar 2011

BaustellenForum - 07.02.2011

Vor Anker vor Yansaladup / Lemmon Cays / Kuna Yala
Etappe: - sm
Wind: 5 kn aus N0 (Strom kommt wieder vom Motor)
Luft: 30 Grad Sonne pur
Wasser: 29 Grad

Zunächst einmal: ich bin immer noch hier!! Aus 2 Gründen:
1. Beim Vorbereiten des Verlassens dieses Ankerplatzes mache ich mich mit der neuen Fernbedienung auf dem Weg zum Bug und sehe da im Stecker so einen von 3 kleinen Stiften, der schon stark korrodiert und derweil ganz grün geworden ist. Die anderen beiden sind noch messingfarben. Ich versuche vorsichtig die Kontaktfähigkeit wieder herzustellen und "flupps" habe ich den Stift "abgebrochen" ..... abgegammelt wäre auch richtig. So´n Schiet!! Einen Zusammenhang mit der vorgenommenen Verlängerung gibt es übrigens NICHT!! Keine elektrische Ankerwinsch mehr?? Dann probiere ich lieber so lange, bis alles wieder passt!! Ich schneide den eingeschweissten Stecker auf und finde als Allererstes mal die Codierung (welche Farbe zu welchem Stift) heraus. Jetzt folgen Reparaturversuche mit Lötkolben und ....... alles vergebens. Schließlich stecke ich ein Ende eines ehemaligen 3 x 1,5 mm2 Kupferkabels durch die eine Öffnung und habe nun wieder den 3. Stift. Anlöten - testen - fertig - nach 2,5 Stunden!! Zwischendurch ist Stefan (SY Sawadi) mit seinem Dinghi angerast gekommen: er liegt so ca. 350 m neben mir und ist "erst" seit 2 Jahren hier in diesem Gebiet. Yansaladup sei seine LieblingsInsel, weil es hier u.a. frisches Wasser gibt zum Wäschewaschen und Duschen! Was gibt es hier?? Ja, er berichtet von 2 Brunnen, die hier salzfreies Wasser zum Abschöfpen bereit halten. Ich beschließe, mir das auf keinen Fall entgehen zu lassen und mache mein Dinghi fertig, um auf die Insel zu fahren.
2. Der DinghiMotor springt nicht an. Viele Versuche: das selbe Ergebnis: nix!! Handbuch raus und aufgeschraubt - mehr als die Zündkerze zu wechseln und immer wieder zu ziehen ist aber aufgrund meiner fehlenden 4-Takter- Ausbildung nicht drin! Der Vergaser ist so komplex eingebaut, dass ich zwar die Schrauben löse ... aber dann schnell wieder festziehe. "Morgen" sage ich mir und schraube alles wieder schön zu. Zwischenzeitlich ist es fast Abend und ich habe Durst und Hunger: das geht jetzt mal vor!! So beschließe ich: morgen früh jetzt wieder mit Flossen zur Insel und dann kümmere ich mich um den Außenborder.

Heute nun bin ich früh auf der Insel und es gibt sie wirklich: 2 Löcher, aus denen man wirklich Süßwasser schöpfen kann!! Trinken würde ich nicht sehr viel davon. Eine handvoll reicht mir erst einmal! Hier nun wäscht Stefan gerade seine Bettwäsche.......unglaublich aber wahr! Wir klönen eine ganze Zeit und er gibt mir einen Tipp, was meinen AußenbordMotor angeht, später funken wir noch und morgen habe ich ein Date mit einer südafrikanischen Yacht und deren Crew..... Daumen drücken!!!!! Und wieso höre ich auf dem UKW-Funk nur meine unmittelbaren Nachbarn?? Aber auch die weiter entfernten Stellen hören mich wenigstens. Eine neue Baustelle?? Meine aktuelle AußenbordMotorBaustelle habe ich heute weiter vergebens bearbeitet.....

Zwischendurch hat mich Stefan übrigens zum Schnorcheln abgeholt und mit seinem Dinghi (Caribe Festboden und 15 PS Yamaha! - welch eine Freude!!) sind wir mal eben zu einem verlassenen Segler gefahren und haben dort das Riff und die kleine Insel erkundet. Ganz viele kleine und schöne Fische und klares, warmes Wasser!!!!

Eigentlich wollte ich nicht mehr BaustellenForum sein - aber sie sind nun mal leider da!!

5. Februar 2011

Robinson - 05.02.2011

 
Position:         Vor Anker vor Yansaladup / Lemmon Cays / San Blas
Wind:             12-16 kn N0 - StromSparen ist wieder angesagt!
Luft:               29 Grad und sonnig
Wasser           27 Grad
 
Das Warten hat sich gelohnt!! Heute ist also so wenig (Windstärke 4) Wind, dass die Strömung wesentlich weniger geworden ist und ich nun doch teste, mal etwas zum "Riff" zu schwimmen - es geht!! Und siehe da: es ist gar keines, sondern "nur" eine mit Seegras bewachsene Sandbank.  Fische gibt´s keine - nur große Seesterne - aber ich kann weiter schwimmen und hoffentlich sehe ich da keine SeeIgel unter mir, denn auch darauf habe ich ebenso wenig Lust wie auf ein Riff. Egal, woran ich mir meinen Bauch aufschrabbse: am liebsten gar nicht!! Ich erreiche Yansaladup (etwa 300 Palmen) schwimmend und wate durch das flache Wasser an Insel (oder heißt das auch hier "an Land"??). Zum ersten Mal bin ich wohl ganz allein auf einer Insel!! Es ist ein tolles Gefühl!! Robinson kommt mir in den Sinn und, dass Freitag heute nicht da ist, denn es ist Sonnabend! Nie zuvor habe ich mich gefragt, wie es wohl auf einer unbewohnten Insel aussehen mag, die nur von Palmen bestanden ist. Ergebnis der Begehung: "natürlich unordentlich"! Abgestorbene Bäume liegen ebenso herum, wie alte Palmenwedel und reife und alte Kokosnüsse. Manchmal veranstalten Segler und "SeglerBetreuer" hier wohl ein Lagerfeuer und nehmen zum Glück auch ihren Müll wieder mit! Eigentlich kann ich mein Glück kaum fassen, hier wirklich ganz allein zu sein, denn in den letzten Tagen habe ich immer wieder einige Kuna beobachtet, die auf der Insel anlanden und erst nach einer ganzen Zeit wieder verschwinden. Auch andere Segler sind oft hier, um mit ihrem Hunden "Gassi" zu gehen oder ihren Kite von hier aus zu starten. Jedenfalls genieße ich den InselRundgang fotografiere viel mit der mitgeschwommenen UnterwasserKamera. Und, dass ich um diese Zeit sogar noch ins Internet komme:  macht mein Glück für heute perfekt!! Ich habe gesehen, was ich gerne sehen wollte (eine Insel, 300 Palmen und 1000 FotoMotive) und nun kann ich morgen auch weiter - na klar zur nächsten Insel!!!!!

 

Pause - 04.02.2011

Position:         Vor Anker vor Yansaladup / Lemmon Cays / San Blas
Wind:             20 - 26 kn N0
Luft:               29 Grad und sonnig
Wasser           27 Grad
 
Gestern greife ich also zum SatellitenTelefon und überbringe auf diesem Weg meine GeburtstagsGlückwünsche. Nochmals alles Gute und beste Gesundheit!! Dann ist Lesen angesagt, denn der Wind weht immer noch so, dass hier ein Schnorcheln mit der Strömung nicht so prickelnd ist - auch ist die Sicht nicht so klar, wie überall beschrieben. Reste des RiesenRegens?? Dann klingelt sogar 2 x mein Handy !!!!
Heute morgen nun (am 05.) habe ich plötzlich seit 06.10 Uhr doch noch InternetZugang mit dem Handy als Modem - zum letzten Mal, denn das Guthaben ist verbraucht - und so kann ich wenigstens noch ein paar Fotos senden: die "reparierte" SprayhoodNaht (nicht SpreeHut!), die zum Patent nicht anmeldefähige AnkerBedienung mit Verlängerung (hier im fertigen Zustand!)  und die kleinste Insel bisher - mit dem bezeichnenden Namen: Palm Island - vor Yansaladup, vor der wir gerade ankern.
Am Rande: mein kleines Windrad "Erwin" produziert seit Tagen so viel Strom, dass ich ihn sogar zwischenzeitlich abschalte, obwohl wie immer der Kühlschrank läuft, meistens der Inverter zugeschaltet ist, damit ich alle 220 V-Geräte betreiben und laden kann, die Instrumente ständig mitlaufen und die Wasserpumpe in Bereitschaft ist. Musik darf es auch noch sein! Zum Vergleich: nur der Kühlschrank alleine würde mich zwingen, die Batterien 2 x täglich mit dem Motor zu laden. Wind hat auch Vorteile und die Welt bestimmt kein EnergieProblem!!